Auf den Spuren der StreetART werden wir im Journal von Free Press Germany immer wieder Künstler dieser Szene vorstellen

Einer der originellen und ästhetisch sehr anspruchsvollen Künstler dieser Szene ist der Hamburger Straßenkünstler El Bocho, der in der Straße, im Freien operiert, anonym, der aber auch, vertreten unter anderem durch eine Karlsruher Galerie, seine StreetART-Pieces auf Leinwand oder Papier bannt und auch Siebdrucke seiner Arbeiten realisiert.

Der Künstler will und muss leben und die Straßenkunst ist in der Regel keine Einnahmequelle, es sei denn, es darf mal eine Wand, eine Hauswand, eine Garage etc. im Auftrag bearbeitet, gesprayed werden...

Außerdem bietet sich so ein technischer Pluralismus.

Zu El Bocho gibt es im Net zahlreiche Artikel, Bilder, Hinweise, Querverweise. Wer aufgrund der Abbildung, ein fragmentarischer El Bocho, den der Autor vor einigen Jahren in den Hackeschen Höfen in Berlin-Mitte fotografiert hat, bevor er ganz der Vanitas anheim fiel, sich für den ARTisten interessiert, sollte im Net recherchieren.

Ab und an tauchen auch Arbeiten des begehrten und gesuchten Künstlers auf Auktionen auf. Preise steigend.

 

WOM

Der schnellste Maler der Welt

Ist von Jim Avignon die Rede, dann ist auch sehr schnell davon die Rede, dass er der schnellste Maler der Welt sei, der unermüdlichste Clubgänger, ein freundlicher Maler, der als scharfsinniger Chronist und gleichzeitig virtuoser Entdecker noch nicht entdeckter Bildwelten operiere und experimentiere unermüdlich unterwegs. New York, Moskau, Frankfurt, Berlin...sind sein Zuhause.

Mit flinken, sparsamen Strichen schafft es der ARTist, der auch an Wänden und in den Straßen der Großstädte sein Wesen treibt, das komplexe und vielfältige und vielschichtige Leben des postmodernen Menschen auf das Wesentliche  zu konzentrieren.

Jim Avignons Konzept Kunst erreichbar und bezahlbar zu machen fördert naturalmente diese Arbeits- und Lebensweise, denn der Berlin- und New York-Fan liebt das schnelle Großstadtleben, ist es ihm doch Ansatz und stetiger Impuls für seine Kunst, die zwischen Kunst, Subkultur und Kommerz gradwandert; und diese Gradwanderung zwischen Subkultur und Kommerz haben dazu geführt, dass Jim Avignon in Deutschland, aber auch in Frankreich (Gallery Men's Factory/Paris) bekannt und vieldiskutiert genannt werden darf...

"TV MADE ME DO IT" erschien 2000 im Verlag Jochen Enterprises, dürfte also heutzutage vergriffen sein und eine Rariät im Kunstbuch-Bereich.

Wolfgang Merkel

Fotonachweis: Copyright by Jim Avignon