Edward ("Ed") Joseph  Snowdens, einst CIA-Mitarbeiter und dann Whistleblower, "Permanent Record" ist eine Autobiografie des Whistleblowers, dessen Enthüllungen von 2013 eine globale Debatte über die Überwachungs- ud Spionagepraktiken vor allem der us-amerikanischen und britischen Geheimdienste auslöste.
2013 hatte Snowden geheime Dokumente an die "Washington Post" und den "Guardian" unter dem Pseudonym "citizenfour" geschickt. Die "Post"und der "Guardian" machten die Unterlagen am 6.6.2013 öffentlich.

Am 17.9.2019 schließlich wurde die Autobiografie"Permanent Record" von Ed Snowden durch den Verlag Metropolitan Books veröffentlicht.

Die Lektüre von "Permanent Record", darin naturalmente auch die Asylsuche und das russische Asyl und der Wunsch nach Asyl in Deutschland, darf als Pflichtlektüre für jeden aufrechten Demokraten und liberalen Freigeist bezeichnet werden...

Lesetipp für die Rezeption: Kapitelweise lesen, da jede Menge Information, gerade für den computerphoben Typus und um mental nicht an der Welt zu verzweifeln. 

Lektüre also in verträglichen Dosen,aber absolut lesenswert für den zoon politikon.
WOM 

Rebell with many Causes 

Britta Waldschmidt-Nelson

stellvertretende Direktorin des Deutschen Historischen Institutes in Washington, wo gerade Joe Biden und Donald Trump um die Macht in den USA ringen, nach einem angeblich klar gewonnenen Wahlkampf durch Joe Biden, den fast 80igjährigen, und wo das amerikanische Militär noch scheinbar unbeteiligt bürgerkriegsähnliche Zustände beobachtet, ohne einzugreifen, hat ein Paperback über den "zornigsten Mann Amerikas" vorgelegt, das absolut lesenswert, für politische Zeitgenossen und historisch Interessierte ein MUST HAVE an Lektüre und Bibliotheksbestand ist und sein wird.

Britta Waldschmidt-Nelson hat eine Biografie über den wortgewaltigen Anführer des schwarzen Amerikas, des zornigen schwarzen Amerikas, geschrieben, eines Mannes, der im Gegensatz zu Martin Luther King die Lösung des Problemes der AfroAmerikaner nicht im paztifistisch-friedlichen Widerstand a la Martin Luther King sah...

"Ich sehe Amerika durch die Augen des Opfers.Ich sehe keinen amerikanischen Traum; ich sehe einen amerikanischen Alptraum." Malcolm X

 

Wolfgang Merkel

 

 

Der Piper Verlag brachte 2015, also im Jahr der sogenannten Flüchtlingskrise, Tania Kambouris "BLAULICHT - Notruf einer Polizistin" als Piper-Taschenbuch heraus. Ein Taschenbuch, welches sehr schnell zum "Spiegel-Besteseller" avancierte, weil es die Problematik des Polizeialltags in sozialen Brennpunkten, in Tania Kambouris Alltag Bochum, aus der Sicht einer Frau und aus der Sicht einer Polizistin mit griechischen Wurzeln beschreibt. Das längst überfällige Buch aus der Perspektive einer Polizistin, ihr subjektiv persönlicher Report, ist nach wie vor höchst aktuell, aktueller denn je, wenn auch durch die Corona-Ausgangssperren beispielsweise in Baden-Württemberg gewisse Problemata ( nächtliche Kriminalität) retardiert werden.

"Es sind mittlerweile nicht mehr nur einzelne Vorkommnisse, die mir und meinen Kollegen Sorgen bereiten....Nein, es ist eine breitere, eine grundlegendere Entwicklung zu erkennen, die sich auf die gesamte Gesellschaft auswirkt. Ich lehne mich nicht aus dem Fenster, wenn ich behaupte, dass sich Parallelgesellschaften mit festen Strukturen herausgebildet haben, die bereits heute nicht mehr einfach aufzulösen sind. Wir haben - als  Gesellschaft, als Polizei, als Justiz, nicht zuletzt die Politik - so lange tatenlos zugeschaut, dass uns heute teilweise gar nichts anderes mehr übrig bleibt, als tatenlos zuzuschauen, wenn wir nicht schnell und konsequent handeln."

Zitat aus dem Buch, Seite 13

WOM/RED

Fotos: Cover Copyright by Piper / Background  Ionos