Tansania: Im Krater der 
25 000 Tiere

Kurz nach der Regenzeit sind die Pisten schlammig, am Hang rutscht unser Geländewagen mehr als dass er fährt. Aber unser Fahrer beruhigt uns. Er heiße nicht grundlos Jabari, das bedeute „der Mutige“ und er werde uns wohlbehalten auf den Kratergrund bringen. 

 

Wer von der Serengeti kommend nach dreistündiger Fahrt aus 2300 Meter Höhe auf den Ngorongoro-Krater hinabblickt, traut seinen Augen nicht. Vor ihm erstreckt sich in 1800 Metern Höhe wie in einem riesigen Amphitheater eine unabsehbare Grassavanne, bevölkert von Gnus, Antilopen, Zebras, Warzenschweinen und Büffelherden. In der Ferne schimmert es rosa – der Lake Magadi, der seiner ungezählten rosafarbenen Flamingo-Population diese ungewöhnliche Färbung verdankt. Nur Giraffen und Krokodile sucht man im Krater vergeblich.

Sechs Stunden Zeit gewährt die Nationalparkverwaltung, den Krater mit seinem Durchmesser von 20 Kilometern zu erkunden. Der Aufenthalt kostet pro Geländewagen 300 Dollar, hinzu kommt der Eintritt von 60 Dollar pro Person. Das Übernachten ist im Ngorongoro-Krater verboten, dafür stehen am Berghang, wo sich die Gräber von Bernhard und Michael Grzimek befinden, Lodges bereit.

Wo viele Grasfresser sich wohlfühlen, fehlen deren Feinde nicht. Den Löwenfamilien und Hyänen, die Jungtiere aus den Herden angreifen, begegnet man auf den Rundfahrten wiederholt. Da die Tiere an die Geländewagen gewöhnt sind, kommen sie ohne Scheu nahe heran, mancher Löwe legt sich während einer Ruhepause in den Schatten der Fahrzeuge. Wer Flusspferde beobachten möchte, sucht einen der beiden Sümpfe auf, Leoparden und Elefanten halten sich gerne am schmalen Mandusi-River auf.

In 1800 Meter Höhe und am Hang oberhalb, wo die Lodges und die drei einzigen Zufahrten zum Kraterbecken liegen, kann es mitunter recht kalt werden und mit einem lebhaften Wind ist zu rechnen. Auch wenn die Regenzeit ungewöhnliche Eindrücke wie blühende Savannen und dramatische Wolkenformationen ermöglicht und ein Regenguss gelegentlich nur eine Stunde andauert, ist das Klima in den Monaten danach angenehmer und die Pisten sind mit Sicherheit passierbar. Eine guten Reisezeit, um diese Naturlandschaft, die von ihren Besuchern gerne das achte Weltwunder genannt wird, zu entdecken, sind die Monate Juni bis Oktober nach der „großen“ Regenzeit. 

Ganz unvermittelt sagt unser Driver „Das war's für heute.“ Begeistert von den Erlebnissen hatten wir die Zeit völlig vergessen und mir fällt spontan das Zitat ein, das dem Afrikaforscher David Livingstone zugeschrieben wird: „Mein Herz ist in Afrika.“

DOB

Fotos: Background Wayne Hartmann from Pixabay/Tondo Ionos

NordKRETA: 
Amirandes-Resort

Flughafen Heraklion, 20 Minuten Fahrzeit und schon ist man in einem der besten Resorts Kretas, ein Resort das an einem gepflegten Sandstrand Nordkretas gelegen ist, staunt über eine traumhafte Architektur, einen gelungenen Mix aus verschiedenen Baustilen komponiert und gebaut von einem genialen Architekten, unter anderem mit einer Lounge, die ins Freie driftet und abends die Gäste mit Drinks und coolen Songs von Sade, Rebecca Bakken, Miles Davis oder John Coltrane verwöhnt und entspannen lässt.

Das Sportangebot ist reichhaltig. Im "Käfig" werden jeden Abend auf einem Kunstrasengeläuf unter den Resortgästen Soccer-Matches ausgetragen, parallel jagen auf 3 Courts die Tennis-Freaks dem weißen Ball hinterher oder nehmen AnfängerInnen erste Stunden, während sich die Schalke-Fans, Zürich- oder St.Germain-Fans zu Teams formiert haben und alles geben, um zu siegen.

Anschließend geht es an den Strand  und beim relaxten Beachvolleyball werden die Kalorien verbraucht, die ab 19 Uhr beim reichhaltigen und vorzüglichen Abendessen wieder ersetzt werden.

Traumurlaub ist das passende Substantiv für einen Amirandes-Aufenthalt und als Tipp für alle, die gut und gerne zu Fuß sind: Der Strand endet nie... (dob)

FotoArchiv Merkel+Merkel

 

 

Ras al Khaimah: Al Wadi Desert

Flughafen Dubai, eine Stunde Fahrt ins Naturschutz-Reservat im Emirat Ras al Khaimah. Dann taucht die Anlage "Al Wadi Desert" auf. In der Oase des Naturschutzgebietes findet man Bungalows im  arabischem Stil mit Privatpool, eine Bogenschießanlage, Pferde- und Kamelställe und die Türme des historischen Forts, das hier einmal von strategischem Nutzen war.

Die Lebensqualität in der Oase ist formidable, wozu auch der Reichtum an fazinierenden Tieren beiträgt.
Vogelarten, die auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tiere notiert sind, picken im Vorgarten nach Insekten, Oryx-Antilopen und Gazellen stehen morgens auf dem Radweg.

Das weitläufige Resort kann mit Pferden und Drahteseln durchmessen werden. Wer noch weiter in die Wüste will, sollte auf die eigenen füße vertrauen. Wüstenwanderungen sind ein ganz eigenes Erlebnis und ein Sandsturm oder auch ein Regenschauer in der Wüste sind keine Seltenheit. Verirren kann sich auch der Ortsunkundige nicht, die Türme des  Resorts sind stets auszumachen und das Blau des  Arabischen Golfs liegt am Horizont vor ihm...mehr geht nicht. (dob)

FotoArchiv Merkel+Merkel

Nordindien - 
Die Altstadt von Jaipur

Wer Nordindien bereist, muss auch Jaipur seine Aufmerksamkeit schenken, sonst wird er es ewig bereuen. Alleen unterteilen die Reißbrettstadt aus dem frühen 18. Jahrhundert in ihre Viertel, die jeweils eine Kaste oder ein Gewerbe beherbergen. Rosa Häuserfassaden, Esel und Kamele im quirligen Gedränge der Straßen, hier ist Indien wahrlich malerisch.

Rajasthans Hauptstadt weist eine hervorragende touristische Infrastruktur auf, selbst eine Touristenpolizei hat man ins Leben gerufen.

Das alles hat zur Folge, dass die attraktiven Besuchsziele schnell überlaufen sind. In den Gängen des Hawa Mahal – des Palasts der Winde - herrscht am Nachmittag klaustrophobisches Gedränge; dem kann man leicht mit einem morgendlichen Besuch um neun Uhr begegnen, wenn der Palst von der Morgensonne beschienen, seinen ganzen Charme entfaltet.

Eigentlich handelt es sich bei diesem „Palast der Winde“ nur um eine wabenartige Fassade, errichtet, um den Damen des Harems einen Blick auf die Festumzüge der Stadt zu gewähren, ohne selbst gesehen zu werden. Sein Name verrät es: ein wahres Luftschloss.

Warum ist die Altstadt Jaipurs, die sogenannte PINK CITY, eigentlich „rosa“? Nun, ganz ehrlich, es handelt sich eher um ein Orange-Rosa, die traditionelle Begrüßungsfarbe, mit der man anlässlich des Staatsbesuchs des britischen Thronfolgers Prinz Albert im Jahr 1876 die Gebäude anstrich. (dob)


 Fotos: Puneed Yadav by www.lifeofpix.com

SANSIBAR

Sansibar - ein Name wie eine geflüsterte Verheißung, weiße Palmenstrände, türkisblaues Meer, die Silhouetten der Fischerboote im Gegenlicht, Gewürzmärkte und verwunschene Gassen in Stone Town, der Stadt aus Korallenstein, der sich unaufhaltsam auflöst.

Gerüche, Farben, flirrende Sonnenflecken, hier wird arabisch parliert, dort singen spielende Kinder einen Abzählvers auf Swahili, dann der Gebetsruf des Muezzins.

Abends ist Stone Town zur Ruhe gekommen, jetzt spielt sich das Leben am Strand ab, wo frische Kokosnüsse, Sansibar-Pizza und frittierte Samosas feilgeboten werden.

Und der neue Tag lädt ein, den Spuren der leidenschaftlichen Prinzessin Salme zu folgen, die ihr Herz an den Hamburger Kaufmann Heinrich Ruete verlor und nach abenteuerlicher Flucht in Deutschland anlangte. Eine große Liebe mit einem Happy End.

Abseits von Stadt und Strand verspricht der Mangrovenwald der Ostküste in seinem Dickicht tiefgründige Entdeckungen. War das wirklich eine Zibetkatze oder nur ihr Schatten? Etwas weiter eine Gruppe friedlicher Antilopen unter einem Papageiennest. Und wer auf ihn wartet, wird belohnt: Der seltene Sansibar-Affe zeigt sich nur dem Geduldigen.

Sansibar - der Name einer geflüsterten Verheißung! (dob)

 

Fotos:Alexandre Saraiva Carniato und Maria Orlova von Pexels