Erneut konnten sich die Kurpfal Bären nur mit einer Auswärtssniederlage, und zwar mit einer derb-heftigen (20:30 !!) beim HSV Solingen-Gräfrath verabschieden, den Drummer Boys der Red Ladies, die den weiten Weg nach Solingen bei Wuppertal umsonst angetreten hatten. 20 Treffer sind deutlich zu wenig, um beim neuen Spitzenreiter, Top-Torverhältnis, puinkten zu können.

Interessant, dass Jule Haupt mit 5 Treffern, die Ketscher Torschützenkönigin des Abends wurde, sie, die in den letzten entweder gar keine Eindatzminute hatte oder alibimäßig ein paar Minuten in der Crunchtime wie versus Aldekerk.

Dass die verunsicherte (vs. Aldekerk) Jule Haupt dann in Solingen 5 Treffer erzielt spricht Bände...

Katarina Longo, die Johanna Wiethoff im Ketscher Gehäuse immer mehr Konkurrenz macht und aus der berühmten Dortmunder Nachwuchsschule stammt, ihr Glück aber bei der Konkurren zweier Nationaltorhüterinnen beim BVB (Madita Kohorst/DHB und Yara ten Holte / NED) zunächst einmal in der zweiten Bundesliga sucht und voll im Fahrplan liegt, denn Leonie Moormann hat sie bereits verdrängt (Dritte Liga Juniorbären), der Angriff auf die Stammformation läuft...

Konnte in Solingen beim dortigen HSV die Klatsche auch nicht verhindern...

Katarina Longo zum zweiten und Spielmacherin Torras Parera, die zwar immer besser bei Franzi Steil zum Zuge kömmt und sich immer besser ins Ketscher Spiel einfügt, die aber auch in Solingen mit unterging. 

Scheint eine Saison der Entwicklung und der Fusion für sie zu werden. Außerdem muss sie sich immer noch auf den deutschen Damenhandball einstellen, der nicht so taktisch ausgeprägt ist, wie der spanische bei Granollers, wo sie lange Zeit spielte...

Noch nicht die ganz große Verstärkung wie sie von Manager Armin Wagner angekündigt wurde, der jetzt erstmal froh ist, den Corona-Complicationen in die weihnachtliche Ruhe zu entfleuchen...

Die 22jährige Rückraum-Linke und Torjägerin Vanessa Brandt von Solingen-Gräfrath schoss die TSG Ketsch mit zehn Treffern fast alleine ab, ein Drittel der Solinger Treffer, wobei ihre Torgefährlich-keit vor dem Match bereits bestens bekannt war. Da sollte das Traineream in futuru konsequenter darauf eingehen und in diesem Falle die Halbstürmerin offensiver decken lassen...Einmal im Flow ist eine Vanessa Brandt dann nicht mehr zu stoppen...10 Treffer sind eine Hausnummer...Cara Reuthal oder die defensiv stärkere Sophia Sommerrock hätten da Unheil verhindern können, ja müssen.

So verabschiedet sich die TSG Ketsch mit bescheidenen 15:11 Punkten und einem sechsten Platz in die Winterpause der Zweiten Liga, der Aufsteiger Regensburg, überwintert auf Platz 4 (17:9), die Spreefüxxe (16:6 Points) sind Fünfter, hatten auch mehr erwartet und von dem Anfangs-Flow der Kurpfalz Bären mit 4 gewonnen Spielen, mit dem Cup sogar 5e, ist nichts mehr übrig geblieben. Gegen Spitzenteams wie der VfL Waiblingen(PLatz 2 mit drei Minuspunkten) Frisch Auf (PLatz 3 mit 4 Minuspunkten) und jetzt der HSV Solingen-Gräfrath (Platz 1 mit drei Minuspunkten und der besten Tordifferenz) hat das Team über 60 Minuten keine Chance, was auch daran liegt, dass die Bank nicht stark genug ist, um ganz oben mitzuspielen...

Und die bereits mehrfach thematisierten Abgänge der letzten zwei Jahre (Moser, Brand, Fackel letztere beiden völlig unnötiger Weise verkrault, vertreiben gar) in die erste Liga bzw. zum Aufstiegskandidaten Waiblingen haben deutliche Narben hinterlassen...

Es wird also ein ENTWICKLUNGSJAHR für die Ketscher Red Ladies und das Trainergespann Steil, Herrmann, Staschek, Tesche, das schauen muss, dass nach der Saison nicht Spielerinnen wie Lara Eckhardt, Rebecca Engelhardt, Johanna Wiethoff von der Fahne gehen (via Erste Liga) und weiterer Substanzverlust konstatiert werden müsste. 

Leider hat Marie Krogh, die norwegische Kreisläuferin, die aus Wuppertal kam, überhaupt noch nicht Fuß gefaßt, was an Corona, Trainingsdefiziten und Verletzungen lag, so dass sie bisher nicht in der Verfassung war, dem Team zu helfen...Wenn sie im Kader war, verharrte sie auf der Bank...Trainer-Vertrauen sieht anders aus !

 

Aus dem Juniorbären-Team kam bisher gar nichts hoch, so dass angesichts der Tatsache, dass es ein Mittelfeldplatz werden wird, in dieser Saison, Jule Haupt mehr Einsatzzeit auf halblinks bekommen sollte, vielleicht auch Pia Büßecker, Ina Bühl und Christina Völker aus der Zweiten hin und wieder hochgezogen werden sollten, eine Chance bekommen sollten, um zu zeigen, ob sie der ersten Mannschaft helfen könnten...Geht naturalmente nur über entsprechende Trainingsleistungen.

Fotos: FotoArchiv Merkel+Merkel

Redaktion Free Press Germany

Verdienter Arbeits-und Pflichtsieg der Ketscher Kurpfalz Bärinnen versus 
den TV Aldekerk

Der Außenseiter und Tabellenletzte, der TV Aldekerk, trat gestern abend (11.12.21, 18:30 Uhr) mit verletzungsgebeuteltem Team an, fehlten doch Puck Verlinden, Carina Schütten, Emma Molderings verletzungsbedingt bzw. durch einen Autounfall gehandicapt (Verlinden) oder waren durch Corona bedingt ? seit Tagen nicht gesehen worden.

Trainerin Yvonne Fillgert, einst Nationalspielerin, musste dann mit ansehen, dass ihr Team relativ rasch treffermäßig distanziert wurde und insbesondere das Duo Cara Reuthal und die konterfreudige Rebecca Engelhardt nicht unter Kontrolle brachte, was durch zu viele technische Fehler (Yvonne Fillgert im Pressetalk) reichlich supported wurde.

Es kam, wie es kommen musste, und nach 16 Minuten war der Stand der Dinge ein komfortables 9:5 für Ketsch, nach 20 Minuten war mit einem 12:6 durch Cara Reuthal (Siebenmeter) der Drops praktisch gelutscht, es ging für Aldekerk nur noch um Schadensbegrenzung.

Auch die Outtime von Aldekerks emotional coachender Yvonne Fillgert änderte am Lauf der Dinge nichts,

Sogar einen wunderschönen Kempa-Trick durften sich Rebecca Engelhardt und Cara Reuthal erlauben und traumwandlerisch realisieren. Schön wenn Trainingsinhalte im Match operationalsiert werden können.

Apropos Rebecca Engelhardt (LA) und Cara Reuthal (RR). 18 Treffer steuerten die beiden an diesem torreichen Abend bei, auf dem die Treuesten der Treuen (190 Supporters) trotz Corona-Paronoia-Hysterie gekommen waren, um im letzten Heimspiel des Jahres 21 ihre Mädels zu unterstützen. 

Special guest in der Neurotthalle war Lucie-Marie Kretzschmar von der Sport Union Neckarsulm, die im nahen Heidelberg studiert und Beachhandball-Europameisterin Amelie Möllmann (RR) traf, die extra als Bonus Track vom Verein aus Barcelona (Barca) zum letzten Heimspiel eingeflogen worden war. Sie erzielte, eingewechselt in der Pseudo-Crunchtime (55.Minute), ein sehr schnelles Tor...

17:11 zur Pause, danach in der Second Half nervöser und uninspirierter Beginn der Red Ladies aus Ketsch, die aber genug Cleverness besaßen, mindestens einen Fünf-Treffer-Vorsprung in permanente zu verwalten.

In der Crunchtime, bei Aldekerk fehlten jetzt auch die Körner, nach relativ hohem Tempo during the Match, wurde es dann deutlicher und in 60. Minute setzte auf Ketscher Seite Lara Eckhardt, die Lichtfigur der zweiten Halbzeit mit ihrem 33:23 den offensiven Schlusspunkt bei den Red Ladies.

Kurz vor der Sirene konnte Aldekerk noch einmal auf 24:33 verkürzen und wartet weiterhin auf den ersten Punkt nach dem Aufstieg in die Zweite Bundesliga.

Der Abstieg wird wohl angesichts der Konkurrenz, Werder Bremen hat gewonnen, Herrrenbergs KuTis sind wohl zu stark für den Abstieg, nicht zu vermeiden sein, eine längerfristige Planung ist angesagt, um dann 23/24 wieder aufzusteigen und dann zu bleiben...

Die Ketscher Torjägerinnen waren Cara Reuthal mit zehn Treffern, je 5 in beiden Halbzeiten, Rebecca Engelhardt mit 8 Goals, 5 bereits in der ersten, der Konter-Halbzeit, 5 Treffer waren es bei der Rückraum-Linken Lara Eckhardt, die in der zweiten Halbzeit von Aledekerk nicht mehr zu stoppen war.

Erfreulich auch der Doppelpack von Kati Hinzmann, die in der zweiten Halbzeit Regie führte, Mireia Torras die Strategin der 1st Half lief dann halbrechts auf, um in der Defense lins außen zu vertreidigen. 

Apropos Mireia Torras Parera: Wird immer besser, ist jetzt angekommen in Ketsch und verteilte in der ersten Halbzeit klug die Bälle mit überraschenden No-Look-Pässen. Erzielte zwei Treffer.

Stark auch in der ersten Halbzeit Johanna Wiethoff, die in den letzten zehn Minuten durch die ausgezeichnete Katrina Longo ersetzt wurde, die noch durch einige Paraden (auch bei einem 7m) glänzen konnte.

Am nächsten Wochenende geht es für die Ketscher Red Ladies noch nach Solingen-Gräfrath, wo die Trauben im erheblich verstärkten Team aus Nordrhein-Westfalen (bpw. Jule Polsz und Luca Jörgens von Bayer Leverkusen, Nele Weyh aus der A-Jugend des THC und Hanna Kamp von der SG 09 Kirchhof) sehr sehr hoch häöngen werden. Solingen, das als Saisonziel den Klassenerhalt ausgegeben hatte, steht seit gestern abend dank der besseren Tordifferenz auf Tabellenplatz eins und hat den VfL Waiblingen temporär vom Aufstiegsthron gestoßen. Frisch Auf Göppingen, das die Spreefüxxe in Berlin beim Auswärtssieg desillusioniert hat, mit dem Aufstieg wird es wohl diese Saison für die Berlinerinnen nichts werden..., Frisch Auf lauert mit 4 Minuspunkten auf Ausrutscher der beiden Teams von Solingen und Waiblingen...

Interessant wird es am 8.Jenner 22 wenn Waiblingen Solingen erwartet und naturalmente am 21.1.22 wenn Frisch Auf Göppingen zur Revanche versus Waiblingen in der Waiblinger Rundsporthalle antritt...Entscheidende Wochen für Frisch Auf und den VfL Waiblingen.

Das potentielle Trio um den Aufstieg heißt Solingen Gräfrath, VfL Waiblingen und Frisch Auf Göppingen. Frisch Auf Göppingen hat sich übrigens mit Altmeisterin Michaela Hrbkova verstärkt, die nach ihrem Rücktritt aus der ersten Mannschaft in der Zweiten so starke Spiele abgeliefert hat, dass das Comeback quasi läuft. Die Torjägerin (RR) der vergangenen Saisons wird in der Rückrunde für Frisch Auf ein mehr als potentieller Aufstiegsfaktor sein.

Frisch Auf will unbedingt zurück in die Erste Bundesliga, weil man/frau sich traditionell dort zu Hause sieht. Außerdem gehört es zur Frisch-Auf-Philosophie dass erste Herrenmannschaft und erste Frauenschaft jeweils in der ersten Liga spielen, jahrelang ein Alleinstellungsmerkmal von Frisch Auf Göppingen.

Gegen den TV Beyeröhde - Wuppertal am 18.12.21 und auch Nord Harrislee am 9.1.22 (jeweils Heimspiele) und Werder Bremen (in Bremen) am 15.Januar 22 dürfte für FAG nichts Negatives passieren, dürften Punkte gehamstert werden (totaliter dann 26:4 Points) bevor es dann am 21.1.22 zum Showdown im Lokalderby in der Waiblinger Rundsporthalle versus den VfL Waiblingen kommt.

 

Text: Wolfgang Merkel

Foto: FotoArchiv Merkel+Merkel

mar
2020

Kurpfalz Bären unterliegen den TIGERS aus Waiblingen in deren Rundsporthalle mit 30:34 und verabschieden sich endgültig vom Titelrennen der Zweiten Bundesliga Damenhandball

Von Anfang an drückten beide Teams vor 250 Zuschauern aufs Tempo und zelebrierten ein hochklassiges Zweitliga-Match, wobei die Tigers sich peu a peu absetzen konnten, weil Celina Meißner im Waiblinger Gehäuse, je länger das Spiel dauerte, immer besser wurde, so manchen Ketscher Versuch vereitelte und sich bei Ketsch, das bis zur Pause durch die Treffer der Rückraum-Linken Lara Eckhardt am Leben gehalten wurde, immer mehr technische Fehler und auch ungenaue Abschlüsse einschlichen.

18:12 stand es schließlich zur Pause und das Match schien im wesentlichen gelaufen.

Aber Franzi Steil, die Trainerin der Red Ladies aus Ketsch, hatte wohl in der Kabine in der Pause die richtigen Worte gefunden, so dass die Ketscher Sieben, die jetzt enorm aggressiv verteidigte, zum Teil in einem 5:1-System, dann aber auch wieder 4:2,  peu a peu aufholte und durch einen Treffer von Regiesseurin Katja Hinzmann in der 48.Minute auf 24:25, aus Sicht Ketschens, verkürzte.

Noch zweimal kam Ketsch auf einen Treffer heran, aber der grandiose Auftritt von Samira Brand ab der 47. Minute und insbesondere in der Crunchtime (52.,53, und 54.) retteten den Sieg, der ab der 47. Minute an einem hauchdünnen Faden gehangen war.

Zu Samira Brand wäre noch zu annotieren, dass sie in der letzten Saison im Unfrieden von den Kurpfalz Bären geschieden war, sich von Adrian Fulladjusch (jetzt in Buxtehude), der sie weggeekelt habe, äußerst ungerecht behandelt gefühlt hatte.

Es ging um die Konditionen eines Zweijahresvertrages der Pädagogin, die noch einige Konditionen und Eventualitäten im Vertragswerk haben wollte, worauf relativ irrational und unmotiviert Fulladjusch das Zweijahresvertragsangebot brüsk und aggressiv zurückzog, wie übrigens auch das von Saskia Fackel, der Halbrechten, die jetzt in der ersten Liga bei den Flames auf halbrechts aufläuft.

Beides Spielerinnen, die in Waiblingen den Unterschied ausgemacht hätten. Eine überragende Katarina Longo, eine Torschützenkönigin namens Lara Eckhardt, die als als Halblinke 9 Bälle versenkte, reichten letzten Endes trotz großem Kampf in der zweiten Hälfte nicht.

Summa summarum verdienter Sieg der Samira-Brand-Sieben im Heimspiel in der postmodern-futuristischen Rundsporthalle, ein Sieg und Match das mehr Zuschauer verdient gehabt hätte...

Die Ketscher Sieben muss auch lernen, dass ein Handballspiel zwei Halbzeitgen hat und nicht nur eine. Ein Lernprozess.

PLAYerin OF THED MATCH: SAMIRA BRAND...

Text: Wolfgang Merkel/Fotos FotoArchiv Merkel+Merkel

Kreisläuferin Louisa De Bellis von Frisch Auf Göppingen bringt sich in der zweiten Halbzeit des Matches gegen die Kurpfalz Bären in der Neurotthalle in Stellung. Rebecca Engelhardt versucht etwas halbherzig sie festzumachen...

Janne-Lotta Woch, die im Sommer von Nord Harrislee gekommene Halblinke, bei einem ihrer 5 für Frisch Auf Göppingen verwandelten Siebenmeter. Gehörte mit 7 Goals, wie auch Sina Ehmann mit 8 Treffern und Sarka Francikova (6 Tore)zu den Torjägerinnen der Grün-Weißen an diesem Spitzen-Duell-Abend.

Mitentscheidend für die 24:27-Niederlage der Ketscher Kurpfalz Bärinnen war, dass ihre Halblinke Lara Eckhardt wegen Daumenproblemen nicht zum Einsatz kommen konnte, Lotta Woch, die Halblinke von Frisch Auf sehr wohl, und diese machte wieder wie auch in den letzten Spielen ihrer Buden.

Da auch die Halbrechte Sina Ehmann mit 8 Goals äußerst effizient unterwegs waren und Sarka Francikova mit 6 Goals auf links optimal unterwegs war, war es kein Wunder, dass die Ketscher Red Ladies, die schon nach 5 Minuten 0:4 zurücklagen, am Ende als Verlierer (24:27) die Neurotthallen-Platte verließen.

Bei Ketsch überzeugte vor 300 Zuschauern eigentlich nur Cara Reuthal. Johanna Wiethoff, die Torhüterin der Ketscher Kurpfalz Bären steigerte sich in der zweiten Halbzeit und verhinderte eine deutlichere Niederlage...

Louisa Wolf, die in der Winterpause 20/21 von der Sport Union Neckarsulm zu Frisch Auf gekommen war, führte routiniert und bundesligaerfahren Regie, behilet auch in der Crunchtime die Nerven, als die Ketscher Kurpfalzbären noch einmal bis auf zwei Treffer herankamen.

Das nach der Sirene an der Anzeigentafel stehende 24:27 versus die Kurpfalz Bären, 27:24 für Frisch Auf Göppingen, war verdient, denn Frisch Auf Göppingen war in manchen Phasen haushoch überlegen und Ketsch spielte in der ersten Halbzeit laut Trainerin Franzi Steil "brutal schlecht".

Die Aufstiegsträume von Ketsch haben, falls jemals vorhanden, einen starken Dämpfer bekommen. Frisch Auf Göppingen, der VfL Waiblingen und die Spreefüxxe werden den Aufsteiger unter sich ausmachen, meint die Redaktion von Free Press Germany...

Junior Bären der TSG Ketsch im Abstiegskampf der dritten Liga/Frauenhandball

Nach der 24:29 Niederlage in Freiburg bei der HSG, die zurück in die Zweite Liga will, wartete am Samstag in der Neurotthalle ein weiterer schwerer Brocken auf die Ketscher Jungbärinnen, die SG Schozach-Bottwartal nämlich, die mit 4:0 Points auf der Lauer lag und unbedingt einen Auswärtserfolg wollte, um mit 6:0 Punkten dito ins Aufstiegsgeschehen einzugreifen. Wie auch die SG Kappelwindeck/Steinbach.

Eine Woche zuvor hatte die SG Schozach-Bottwartal die HSG DJK Marpingen-Alsweiler vor 150 Zuschauern mit 33:24 (16:15) summa summarum dank besserer zweiter Hälfte klar in Grenzen gehalten.

In Ketsch lag das Team lange Zeit in der ersten Hälfte in Führung, ehe die Ketscher Jungbären mit der erfahrenen Halblinken Christina Völker (7 Goals) und der Regisseurin Ina Buhl ( 4 Treffer, alle vor der Pause) wieder herankamen, sogar in Führung gingen. Rückhalt in der ersten Halbzeit war auch Torfrau Laura Essmann, die so manche Chance der Bottwartalerinnen vereitelte.

Linksaußen Hanna Hönig von der SG Schozach-Bottwartal war es dann, die umtriebige Linksaußen, die dank zweier Siebenmeter zum 15:15 vor der Halbzeitsirene ausgleichen konnte.

Die zweite Hälfte gehörte dann von Anfang an der SG Schozach-Bottwartal, die peu a peu davonzog. Selbst die regelmäßigen Treffer von Christina Völker (RL) und Ida Marie Krogh, der norwegischen Kreisläuferin aus dem Kader der ersten Mannschaft, konnten das Spiel nicht mehr wenden.

Während Ketsch ab der 40. Minute keine Körner mehr hatte, wie Trainer Daniel Weinheimer im Pressetalk mit Hans Grosshans (Manager der Jungbären) sagte, legten die Schozacher deutlich zu, machten nicht mehr so viele technische Fehler und waren zielsicherer, obschon Katarina Longo, die 20 Minuten vor Schluss für Laura Essmann gekommen war, eine starke Partie machte.

Auch waren sie defensiv griffiger als in der ersten Hälfte, blockten auch das ein oder andere an Würfen ab.

Hans Christensen, der Trainer der Schozacher war zwar mit dem 35:26 nicht ganz zufrieden, vor allem mit der ersten Halbzeit, der hektischen..., aber die wichtigen zwei Punkte die durften er und sein Team mitnehmen, was für ihn die Hauptsache war.

Trainer Daniel Weinheimer (Ketsch 2) meinte, dass seinem Team hinten heraus die Körner gefehlt hätten, dass der Sieg für die SG Schozach-Bottwartal um 5 Tore zu hoch ausgefallen sei. So groß sei der Unterschied nicht gewesen.

Man werde weiter lernen und hart daran arbeiten, Erfolge einzufahren, um die Abstiegsrunde zu vermeiden. Ab siebtletztem Platz bei elf Teams in der Staffel E.

Beste Spielerinnen des Matches auf Ketscher Seite: Christina Völker (7 Goals), Ida Marie Krogh (5 Goals), Laura Essmann (TW), Katarina Longo (TW), Anna Widmaier (4 Goals)

Beste Spielerinnen bei der SG Schozach-Bottwartal: Natascha Weber (5 Tore), Svenja Kaufmann (5 Treffer), Hannah Hönig (9 Goals, davon 6/7 Siebenmeter), Lisa Loehnig (5 Treffer).

Die Schiedsrichterinnen Sabrina Kleinhenz und Lisa Wenzke leiteten die faire Begegnung souverän.

Fotoabbildungen: Copyright für alle Fotos bei FotoArchiv Merkel+Merkel

Bild 1 Trainer Hans Christensen und die neunfache Torschützin Hannah Hönig (LA)

Bild 2 Die Halblinke Christina Völker, die mit ihren sieben Feldtreffern die Ketscher Jungbären bis in die zweite Hälfte hoffen ließ...

Bild 3 Daniel Weinheimer in einer Auszeit in der zweiten Hälfte, als die Felle davonzuschwimmen begannen

Bild 4 zeigt die Torhüterin der Ketscher Jungbären Laura Essmann, die das Team in der ersten Hälfte mit ihren Paraden auf einen Überraschungserfolg gegen die Favoritinnen aus dem Stuttgarter Raum hoffen ließ...

 

Wolfgang Merkel + FotoArchiv Merkel+Merkel

 

 

 

Kurpfalz Bären siegen auch im DHB Pokal in Herrenberg mit 32:29 (17:17) nach mühsamem Beginn

Erst als Trainerin Franzi Steil nach dem 1:6 in der Anfangsphase gegen stark geschwächte Kutis aus Herrenberg, die im zentralen Mittelfeld nicht zun stoppende Marie-Christine Beddies in Doppeldeckung nehmen ließ Talk der ersten Auszeit der Ketscherinnen), wurde der Angriffsschwung der Herrenberger Damen gebremst, der Herrenberger Ladies die auf Lea Neubrander (RL) und Regisseurin Rebecca Rott (Rücken) verzichten mussten und sich durch Spielerinnen aus der BW-Ol verstärkten, die allesamt überzeugten.

Zum ausführlichen Bericht der HBF über dieses Match siehe >>

http://www.hbf-info.de/o.red.r/news.php?id=43727&geschlecht=w

 

Ketscher Bären gegen HC Leipzig:

Zunächst einmal ein Kurzbericht des Blog-Kollegen Frank Zepp

https://www.sport4final.de/sport-aktuell/handball/handball-bundesliga-frauen/handball-2-bundesliga-hc-leipzig-kurpfalz-baeren/2021/09/30/

 

Im Porträt-Bild die überragende Torhüterin der Kurpfalz Bären: Johanna Wiethoff, die die Angreiferinnen des HC Leipzig bis zur 40.Minute immer wieder verzweifeln ließ. Danach löste sie die ebenfalls ausgezeichnete Katarina Longo, sie kam aus der Dortmunder A-Jugend, ab. 

Im Background die Ketscher Red Ladies beim obligatorischen Siegesfoto im Gehäuse.

Ein 32 : 20 (17 : 9) gegen die Leipziger wurde euphorisch gefeiert. Der Flow nach den Siegen gegen Nürtingen im Cup, versus Herrenberg im ersten Heimspiel, gegen Wuppertal im ersten Auswärtsspiel, gegen die favorisierten Füchse aus Berlin (24:18) setzte sich im Match versus den HC Leipzig fort und das Trainerinnen-Duo Franzi Steil und Esther Herrmann durften stolz auf ihre Mädels sein, die die Strategie und Taktik voll ungesetzt hatten. 

Lara Eckhardt (Rückraum links) und Allrounderin Sophia Sommerrock (RA,RR,RM) mit neun Treffern, Rebecca Engelhardt auf Linksaußen mit 6 Goals sowie Cara Reuthal auf halbrechts mit 5 Treffern und einem verschossenen Siebenmeter waren die Torgaranten der Ketscher Red Ladies, die mit dem Sieg gegen die Leipziger Blaugelben die Tabellenspitze mit 8:0 Points und einer Tordifferenz von 27 vor dem VfL Waiblingen eingenommen haben. 

Da wollen sie sich nicht mehr verdrängen lassen und die nächsten Heimspiele gehen gegen die Aufstiegsmitfavoriten Mainz 05 (Lokalderby) und Frisch Auf Göppingen. Letztere haben 6:2 Punkte, nachdem sie das Auftaktmatch versus den VfL Waiblingen sensationell klar verloren hatten. In diesen Heimspielen wird sich entscheiden, ob Franzi Steils Team bereit ist für den direkten Wiederaufstieg.

Manager Armin Wagner, der im Moment mit der Sonne um die Wette strahlt, muss dann die Finanzen für die Lizenz in Angriff nehmen, weitere Sponsoren finden, um das Team für die Erste Liga zu lizensieren und für das Comeback zu verstärken.

Wolfgang  Merkel/ Hasalaha

Siehe auch unseren ausführlichen Report auf Kraichgau News