Kurpfalz Bären unterliegen nach grandiosem Kampf dem Tabellenvierten der Damenhandball-Bundesliga, der HSG Blomberg-Lippe, mit 23:25 (13:12)
 

Cara  Reuthal (Ketsch) verwandelt acht Siebenmeter, Nele Franz (Blomberg-Lippe) trifft elf Mal und ist Spielerin des Matches.

Fotos: Background Mannschaftsfoto HSG Blomberg-Lippe nach dem Spiel und Spielszene mit Saskia Fackel (Ketsch) und Ndidi Agwunedu (Blomberg-Lippe) von FotoArchiv Merkel+Merkel
 

Neckarsulmer Sport-Union unterliegt nach großartigem Spiel und Kampf am Mittwoch (13.1.2021) dem im 3-Tage-Rhytmus spielenden Meisterschaftsfavoriten (LIGA und Champions League) Borussia Dotrmund denkbar knapp mit 31:29 in der Ballei

Ketsch unterliegt den Werkselfen von Bayer 04 Leverkusen nach großem Kampf 21:24 
Johanna Wiethoff überragt und hält die Kurpfalzbärinnen bis in die Crunchtime im Spiel

Samstagabend (2.1.2021) trafen die Werkselfen von Bayer 04 Leverkusen und die Ketscher Kurpfalzbärinnen in der Neurotthalle aufeinander, sechs Tage nach der schmerzhaften Heimniederlage versus Rosengarten (21:22) und drei Tage, nachdem die Ketscher Handballerinnen wegen nicht rechtzeitig im Berliner Labor eingetroffener Corona-Tests unverrichteter Dinge die Heimreise angetreten hatten.

Text WOM /Foto DOB: Abb. von Mariana Ferreira Lopes / Bayer 04 Leverkusen

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Knapper Auswärtssieg der Luchse in der Crunchtime

Buchholz08-Rosengarten siegt durch einen Last-Minute-Treffer von Maj Nielsen 22:21 in der Bärenhöhle von Ketsch

Bis zum Schluss durften die Ketscher Kurpfalzbärinnen auf wenigstens einen Punkt hoffen, denn in der 58. Minute hatten sie nach wechselhafter und hektischer zweiten Hälfte, in der Rosengarten ein wenig den Überblick und die Kontinuität der ersten Hälfte verloren hatte, die überragende Regisseurin Kim Berndt musste zwischendurch auch mal durchschnaufen, den Ausgleich zum 21:21 erzielt. 

Jetzt war plötzlich wieder alles possibel, der Ausgleich, der Sieg gar, weil Rosengarten in der zweiten Hälfte heftig mit Pfosten und Latte des Ketscher Gehäuses flirtete, sich gar in die beiden zu verlieben schien, nur noch zehn Treffer erzielte...Ketsch dreizehn... 

Nachdem in der 59. Minute beide Teams Möglichkeiten zur Führung liegen gelassen hatten, war es Maj Nielsen (1), die aus Buxtehude gekommene Rechtsaußen, die von rechts einschwebend und lange in Zapf'scher Weise in der Luft stehend, sich die Ecke des Ketscher Tores aussuchte und finalisierte, zum 22:21. 

Eine Art sudden death... 

Da Lara Eckhardt kurz vor der Sirene die allerletzte Chance zum nicht unverdienten Ausgleich vergab, standen die in der zweiten Halbzeit aufopferungsvoll kämpfenden Kurpfalzbärinnen wieder einmal, wie auch in den knappen Matches versus die Flames oder die Vipers mit leeren Händen da.

Und das in einem Spiel, in dem sie auf die Rechtsaußen Sina Michels (Außenband) und die Kreisspielerin Elena Fabritz (Innenband) verzichten mussten. Doch damit nicht genug, verletzte sich auch noch Rebecca Engelhardt (LA) in der ersten Hälfte am Knie, und da dies zu einem dicken Knie und zur Schwellung der Oberschenkelmuskulatur geführt habe, so Trainer Adrian Fuladdjusch im PresseTalk mit Armin Wagner nach dem Match, muss man abwarten, ob das nicht eine längere Kniegeschichte, hoffentlich keine Kreuzbandgeschichte, zu werden droht, was einen worst case bedeuten würde, da dann drei Stammkräfte auf einen Schlag für Wochen fehlen würden...also auch am Samstag versus die Werkselfen von Bayer 04 Leverkusen. 

Interessanter Weise hatte Trainer Fuladdjusch die Sieben der TSG Ketsch mit Katja Hinzmann auf der Spielmacherposition ( an Stelle von Samira "Sam" Brand) und Elena Winnewisser auf Rechtsaußen (für die verletzte Sina Michels) beginnen lassen, Positionen die mit der erfahrenen Samira Brand zentral und Sophia Sommerrock, die bei Ketsch insgesamt im Feld herausragte, hätten routinierter ausgestattet werden können. 

Motto: Bedingungsloser Einsatz und bedingungslose Förderung der jungen Talente... Chapeau... 

Dass es am Ende nicht klappte mit dem ersten Sieg, dem ersten Unentschieden, dass die elfte Niederlage in dieser Saison zu Buche stand, lag auch daran, dass in der ersten Hälfte nur acht Treffer erzielt wurden, zu wenig für Bundesliga-Verhältnisse, Rosengarten mit 12:8 einen Vier-Tore-Vorsprung in die zweite Halbzeit mitnahm, der nur schwer aufzuholen war... 

Eine bedingungslose Umstellung auf 7:0 bzw. 6:0, wenn eine Zwei-Minuten-Strafe abzusitzen war, und ein entsprechendes Tempospiel bei Ballverlusten Rosengartens, die sich nun häuften, weil das Spiel immer hektischer wurde, von technischen Fehlern des Gegners, schlechten bzw. unglücklichen Würfen beider Seiten lebte, veränderten das Kräftemessen. 

Da auch Johanna Wiethoff und Mareike Vogel jetzt Pararade um Parade zeigten, führte dies dazu, dass Rosengarten gegen Ende des Matches trotz der mannigfachen Großtaten Mareike Vogels, in Bedrängnis geriet. 

Dabei sah es in der 52. Minute noch nach einem klaren Sieg für die Rosengartener Luchse aus, als Maj Nielsen (RA) über rechts ihren zweiten Treffer erzielte und zum 21:17 einnetzte, nachdem sie zuvor zweimal an der überragenden Johanna Wiethoff gescheitert war. 

Nach dem 18:21 in der 52. Minute durch Saskia Fackel (6/3 Goals), die jetzt in der Crunchtime aufdrehte, nahm Trainer Dubravko Prelec (seit 2018 Trainer der Luchse) eine Auszeit. 

In der 53. Minute küsste Rosengarten mal wieder den Pfosten und im Gegenzug erzielte Lara Eckhardt das 19:21. In der 54. Minute handelte sich Jessica Oldenburg eine Zeitstrafe ein und Saskia Fackel erzielte prompt das 20:21. Jetzt war Feuer unterm Dach der Neurotthalle, wo vier Drummer Boys ihrer Arbeit nachgehen durften, weitere Zuschauer aber im Kretschmann-Land nicht zugelassen waren..., was auch die Trailer Show zu Beginn des Matches stimmungsmäßig nicht auffangen konnte. 

Nach Fehlversuchen von Lara Eckhardt und Maj Nielsen (siehe Foto) sowie einem technischen Fehler Maj Nielsens war es dann der in der zweiten Hälfte auf rechts starken Sophia Sommerrock überlassen, den vielumjubelten Ausgleich in der Neurotthalle zum 21:21 zu erzielen. Der erste Sieg schien nun im Abstiegskrimi possibel...Nachdem noch einmal Svea Geist von Buchholz-Rosengarten am Pfosten gescheitert war, war es schließlich in der hektischen Schlussphase Mai Nielsen (Foto) vergönnt, zum finalen 22:21 (Minute 59:36) auf rechts einzuschweben und zu vollenden. Ihr dritter Treffer, nachdem sie im Privatduell mit Johanna Wietfhoff, dito Juniorennationalspielerin, nicht immer obsiegt hatte. 

Da Lara Eckhardt mit einem Versuch kurz vor der Sirene scheiterte, war der Auswärtssieg, der notwendig dringende für Rosengarten unter Dach und Fach und die lange Heimreise via Hamburg eine erfreuliche. 

Bei Ketsch gab es die ein oder andere Träne (Saskia Fackel), verständlicherweise.

WOM

Fotos: FotoArchiv Merkel+Merkel (Maj Nielsen, Team-Szene Rosengarten nach dem Match) und Ionos (Background)


 


 

Zuschauersituation der Damenhandball-Bundesligavereine bis Ostern

Wer gehofft hatte, dass ab Dezember Normalität in den Hallen der Res Publica einziehen würde, dass die zum Teil irrationalen Zustände ausklingen würden, der Autor lief dereinst im November mit Maske zur MHP Arena in Ludwigsburg zum Champions League Match SG BBM Bietigheim versus Ferencvaros Budapest, wo in der 4000 Zuschauer fassenden Halle das Spiel vor null Zuschauern stattfand, der hat sich bezüglich des Dezembers als Erlösung getäuscht, dies schrieben wir schon, unterlegt mit traurig schönen Bildern in der Kraichgau.News ...

Aber nach den letzten Statements der Berliner Regierungsriege ist klar, dass der ganze Winter, und der reicht bis März, keine Zuschauer in den Handballhallen eingelassen werden.

Der surreal-kafkaeske Zustand wird also weiter andauern, die Schäden auf Jahre hinaus katastrophal sein.

Die Reaktionen der Handball-Clubs reichen von Hilflosigkeit bis hin zur Verzweiflung und Depression, auch wenn jetzt 800 000 Euro an Hilfsgeldern für Löhne und Hallenmieten von der Bundesregierung ausgeschüttet werden sollen, die aber natürlich noch nicht angekommen sind. Wir kennen das.

Aber hinter der Fassade, dem Gesicht, das durch die Maskenpflicht immer weniger zu sehen ist, da rumort es beziehungsweise da gefriert es. Die Gesichter verändern sich...unfreiwillig.

Klar ist auch, dass durch die Art und Weise wie coronapolitisch gehandelt (Aussprache: gehändelt, us-amerikanische Fassung) wird, dass durch den Lockdown, der mit Unterbrechung bis Ostern 2021 insgesamt ein Jahr angedauert haben wird, ein beträchtlicher Teil der Handballzuschauer, im Damenhandball extrem wichtig, verloren gehen wird.

Es ist davon auszugehen, dass in der nächsten Saison ab Sommer/Herbst 2021/22, sich die Zuschauerzahlen, die Jahre zuvor hart erarbeitet werden mussten, halbieren...positiv gedacht.

Nicht auszuschließen, dass die Erste Bundesliga aufgrund der Corona-Folgen von 14 Vereinen (aufgrund des Corona-Abbruchs in der letzten Saison auf derzeit 16 aufgestockt) auf circa 10 Vereine schrumpfen wird, weil diesen Dauer-Lockdown nur die größeren Vereine mit entsprechender Support-Culture und entsprechenden Sponsoren (Stuttgarter Raum, Borussia Dortmund, Bayer 04 Leverkusen/Werkselfen) überleben werden. Immerhin sind zu Beginn jeder Saison saftige Lizenzgebühren (50 000 Euro ?) zu hinterlegen...

Borussia Dortmund, die SG BBM Bietigheim, die Neckarsulmer Sport Union, die TusSies aus Metzingen, Bayer 04 Leverkusen, die HSG Blomberg-Lippe...verfügen über ausreichend Reserven.

Traurige Botschaften gewiss und die Vereine sollten sich mal an einen vor Corona geschützen Tisch setzen, um die Lage realistisch und offensiv zu besprechen. 

Vielleicht wäre ein gemeinsames Statement via Regionalpolitik und via großer Politik (Berlin) hilfreich, zumindestens mental.

Auch sollte der DHB für Männer und Frauen allmählich ein grundsätzliches Statement den Medien und der angeblich so großen Politik präsentieren.

Er, der DHB, wirkt hilflos, abwartend und hoffend und wird in permanente enttäuscht, trotz ausgezeichneter Anti-Corona-Konzepte, die von der regionalen und bundesrepublikanischen Politik einfach nicht zur Kenntnis genommen wurden und werden. 

WARUM EIGENTLICH NICHT ?

 

Wolfgang Merkel

Fotonachweis: FotoArchiv Merkel+Merkel und Ionos


 

AUSGETRÄUMT - die GERMAN LADIES verlieren verdient (20:23) gegen eine in der zweiten Halbzeit starke kroatische Frauenschaft 

Ein Sieg mit zwei Toren Vorsprung sollte es sein, wenn frau ins Final 4 kommen sollte. Es wurde eine verdiente Niederlage, weil das deutsche Team in der zweiten Halbzeit minutenlang, eine gefühlte Viertelstunde gar, nicht in der Lage war, den kroatischen Riegel effizient zu durchbrechen, es dann zu schnellen Abschlüssen neigte, zu Abschlüssen in ungünstiegn Situationen sich hingezogen fühlte und es erheblcih an Kreativität und Druck mangeln ließ.

Abbildung: Valentina Blazevic, Centre back der kroatischen Nationalmannschaft, ausgestattet mit einem gewaltigen Schlagwurf...

FotoArchiv Merkel+Merkel

Niederlande besiegt die LADIES knapp mit 28:27

Die German Ladies unterliegen Lois Abbingh (Captain der Niederlande) und Companeras mit 27:28, Marlene Zapf vergibt 2 Sekunden vor der Sirene auf Rechtsaußen gegen die fantastische Tess Wester (Foto). Deutschland macht ein großes Match und hätte das Unentschieden nach einer tollen ersten Halbzeit verdient gehabt. Aber im Handball zählen Tore und Deutschland ließ einiges an Chancen liegen. Dinah Eckerle Playerin des Matches.

FotoArchiv Merkel+Merkel

Damenhandball-EM:
Ladies besiegen Ungarn mit 32:25

Von Anfang an legte die deutsche Sieben, in der Marlene Zapf zum ersten Male in der Anfangsformation stand, nach dem Polska-Match eine CONDITIO sine qua non, los wie die Feuerwehr, führte schnell 2:0 durch Marlene Zapf (RA) und Antje Lauenroth (LA)...

Foto: Emily Bölk, Ferencvaros Budapest Cargo Rail Hungaria, in der deutschen Nationalfrauenschaft im linken Rückraum aktiv, gewaltiger Schlagwurf...Einzige Weltklassespielerin. 

Eine weitere Aspirantin für die Handball-Damen-Weltklasse wäre Dinah Eckerle (Handball Metz), die gegen Ungarn weltklassemäßig hielt, das aber gegen die Niederlande am Montag erneut beweisen muss und auch versus Croatia am Dienstag...

FotoArchiv Merkel+Merkel

Damenhandball-EM: 
Henk Groener sauer über die Spielansetzungen

Henk Groener war ziemlich sauer, als er von den veränderten Spielansetzungen der LADIES hörte, die nun Samstag versus Ungarn, Montag gegen die Weltmeisterinnen von Kumamoto in Japan 2019, die  Niederlande, und schon am Dienstag gegen das junge Kroatien antreten sollen...

Auf dem Foto übrigens Danick Snelder, die von Siofok/Ungarn während der Saison zur SG BBM Bietigheim wechselte und im Innenblock der Niederlande Stammkraft ist...

Screenshot Niederlande versus Norwegen 25:32

Damenhandball-EM:
Ladies quälen sich zu einem 21:21 gegen Polen

Nach einem katastrophalen Beginn, Deutschland lag nach 10 Minuten und 20 Sekunden mit sage und schreibe 2:6 zurück, begann mit den Spielerinnen Jule Maidhof (RR), Emily Bölk (RL), Antje Lauenroth (LA), Luisa Schulze (Kreis) und last but not least Marlene Zapf (RA) die Aufholjagd und der Kampf der LADIES gegen Polen um die Hauptrundenquali...

 

Foto: Screenshot

Damenhandball-EM:
Debakel der Ladies gegen Norwegen - Trainer Groener wirkt phasenweise völlig ratlos - 2-Klassen-Unterschied - 23:42 (14:22) 

Die Story dieses hochinteressanten Matches Norwegen versus DHB ist recht schnell erzählt, die Niederlage sehr schnell ananlysiert.
Auf der einen Seite die Norway-Girls um die Welthandballerin von 2019,  Stine Oftedal, die handlungsschnell, dynamisch, physisch hochpräsent ab der ersten Sekunde des Spieles die Platte beackerten, mit äußerster Spielfreude belebten, extrem fit und siegeswillig und vor allem offensiv weltmeisterlich effizient auftraten...Eine Ougenweide die Halbrechte Nora Mörk, die gute Chancen hat Torjägerin der EM zu werden.

Foto:Screenshot