Zwei Reporterinnen, zwei rasende Reporterinnen, liefern sich im November 1889 in einem sensationellen Unternehmen ein Wettrennen um die Welt...in 72 Tagen!

Die Originalausgabe der deutschen Übersetzung lautet übrigens "Eighty Days. Nelly Bly's and Elizabeth Bisland's History Making Race around the World". Sie erschien bei Ballantine Books in New York.

Lesenswert ist dieses Opus Magnus deshalb, weil man und frau jede Menge über die damalige Zeit erfährt, das Buch also zeithistorisch bestens recherchiert wurde, weil Goodman unterhaltsam erzählt, spannend erzählt und sein Wissen, beispielsweise über die New Yorker-Zeitungs-Imperien, gewinnbringend in die Story integriert, so dass der Leser an den jeweils differenten Schauplätzen der Weltreisenden interessante Einblicke zeithistorischer Bedeutung vermittelt bekommt, aber parallel dazu die Geschichte prosperiert, vorwärtsdrängt.

Beste Unterhaltung, Spannung und gleichzeitig, ob der Leser, die Leserin will oder nicht, Bildungsreise satt, wobei der Story-Teller auf einem schmalen Grad balanciert, aber es letzten Ende immer wieder schafft, die Dosis Bildung nicht auf Kosten des Erzählflusses zu implantieren.

Die erste Auflage des Buches erschien wie auch die englische Originalausgabe 2013, in Deutschland gebunden 2013 bei btb.

Wahrscheinlich vergriffen, aber in den Weiten des Internets bestimmt zu beziehen...Googeln!

"In 72 Tagen um die Welt" lässt sich mit Genuss auf Reisen nach den Kapverden, nach Sao Tome, nach den Kanaren, nach Cuba, nach Vietnam usw. gut rezipieren, frau und man haben ja reichlich Zeit im Flieger und manche hochinteressante Partien sollte man und frau gar mehrfach lesen.

Wolfgang Merkel (WOM)

Der alte Mann und das Meer
Hemingways großartige Novelle über den alten Fischer Santiago und einen Jungen, der nicht mehr mit ihm fischen darf, weil seine Eltern es ihm verboten haben. 

Trotzdem kümmert sich der Junge, der in einem anderen Boot, in einem Glücksboot mitfährt, das regelmäßig große Fische (Marlins beispielsweise) fängt, um Santiago, so heißt der alte Fischer, besogt ihm auch die Utensilien, die er braucht , um wieder einmal einen großen, einen guten Fang zu machen, der ihn über mehrere Wochen nährt und sein Fatum besiegt.

Santiago fährt wieder hinaus, weil er sich mit seinem Schicksal nicht abfindet.er ist bereit so lange hinaus zu fahren, bis er sein Fatum besiegt hat. Er fährt sehr weit hinaus und tatsächlich nach mehreren Wochen Pech, hat er einen kapitalen Marlin an der Leine, den größten, den er je an einer seiner Leinen hatte.

Und damit beginnt der für Hemingway-Stories typische Kampf zwischen Mensch und Natur, geht es um Sieg oder Niederlage, Tod oder Leben und auch darum, wie man sich in der Niederlage bzw. bei einer Niederlage verhält.

Und der Kampf zwischen dem stolzen und prächtigen Marlin, bei dem sich Santiago immer wieder entschuldigt, dass er ihn töten müsse, weil er als Fischer überleben wolle, wird nicht der letzte der Entscheidende dieser grandiosen Geschichte sein.

In dieser großartigen Novelle, manche werden sie schlicht eine Erzählung nennen, dem literarischen Höhepunkt des Hemingway'schen Schaffens (Nobelpreis 1958) wird es noch eine zweite Peripetie geben, die aber hier, der Spannung wegen, nicht ausgeplaudert wird. 

Motto: Buch besorgen und lesen...jahr für Jahr, wie das der Autor zu tun pflegt, seit Jahrzehnten, und immer wieder neue Facetten dieses symbolträchtigen Epos in novellistischer Kürze entdeckt.

Ernest Hemingways "Der alte Man und das Meer/The Old Man and the Sea" erschien bei Charles Scribner's Sons ("Charlie" Scribner und Max Perkins" ist das Opus magnus auch von Ernest Hemingway gewidmet) in NY, 1952, publiziert in deutscher Übersetzung dann bei Rowohlt Hamburg Juli 1959 

Fotos: by Ionos

 

Brian MOORE
Schwarzrock/Black Robe
"Abenteuerbuch, Heiligenlegende und Parabel zugleich." The New York Times Book Review

Mit genau recherchierten Details läßt Brian Moore das frühe 17.Jahrhundert neu entstehen, als die Jesuiten in den französischen Teil Nordamerikas kamen, um die "Wilden" zur höheren Ehre Gottes zu bekehren und zu taufen.

"Das Sympathische an Moores Roman ist, daß er keine Seite veredelt oder verteufelt, ihn beschäftigt vielmehr das absolute Nichtverstehen zwischen Indianern und Europäern. Er erzählt lange und konzentriert, jedes Detail ist wichtig." Frankfurter Allgemeine Zeitung

Titel der Originalausgabe "Black Robe", Copyright 1985 by Brian Moore. Die deutsche Erstausgabe erschien 1987 im Diogenes Verlag in der gebundenen Ausgabe, Taschenbuchaugabe bei Diogenes dann 1989. Umschlaggestaltung: Filmplakat, Foto: Concorde Film.